﻿Cryptext x64 0.11y dev28 fix3
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Cryptext x64 ist ein modernes natives 64-Bit-Dateiverschlüsselungsprogramm für Windows und eine Neuimplementierung der klassischen Windows-Shell-Erweiterung Cryptext 3.4.

Diese Version ist weiterhin ein Entwicklungs-/Teststand. Das moderne CT64FILE-V1-Dateiformat ist fest definiert und wurde durch die 0.11x-/0.11y-Änderungen nicht verändert.

ÜBERBLICK
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Cryptext x64 wurde mit FASM (Flat Assembler) als native Win64-/Win32-Anwendung entwickelt. Es benötigt weder .NET noch WebView oder eine große zusätzliche Laufzeitumgebung.

Dateien und Ordner können auf mehreren Wegen verarbeitet werden:

- direkt über die Cryptext-Oberfläche
- per Drag & Drop auf das Hauptfenster
- über das Windows-Explorer-Kontextmenü
- per Doppelklick auf .$#!-Dateien
- über die Kommandozeile
- als Mehrfachauswahl bzw. gemischter Datei-Batch
- rekursiv als Ordnerauswahl

Neue verschlüsselte Dateien verwenden weiterhin die bekannte Dateiendung:

  .$#!

Cryptext x64 kann außerdem alte, mit Cryptext 3.x/3.4 erzeugte .$#!-Dateien entschlüsseln. Alte Cryptext-3.x/3.4-Dateien werden nur gelesen; neue Dateien werden niemals im alten SHA-1/RC4-Format erzeugt.


MODERNE DATEIVERSCHLÜSSELUNG
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Für neu verschlüsselte Dateien verwendet Cryptext x64 das fest definierte CT64FILE-V1-Dateiformat.

Verwendet werden:

- AES-256-GCM für authentifizierte Verschlüsselung
- PBKDF2-HMAC-SHA-256 zur Schlüsselableitung
- standardmäßig 600.000 PBKDF2-Iterationen beim Schreiben neuer CT64FILE-V1-Dateien
- 16 Byte zufälliger Salt pro Datei
- kryptografisch sichere Zufallswerte über Windows CNG / BCryptGenRandom
- 4-MiB-Datenblöcke beim Schreiben neuer Dateien
- ein eigener 128-Bit-GCM-Authentifizierungs-Tag pro verschlüsseltem Record
- authentifizierte Metadaten und Headerinformationen

Das Passwort wird für CT64FILE V1 als exakte UTF-16LE-Codeeinheiten verarbeitet. Es wird kein NUL-Zeichen angehängt und keine Unicode-Normalisierung vorgenommen.

Cryptext x64 verarbeitet große Dateien blockweise. Die gesamte Datei muss daher nicht in den Arbeitsspeicher geladen werden.


GRUNDPASSWORT FÜR NEUE VERSCHLÜSSELUNGEN
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Cryptext x64 verwendet für neue Verschlüsselungen wieder das Grundprinzip des klassischen Cryptext 3.4: Ein fest eingerichtetes Cryptext-Grundpasswort schützt davor, eine Datei versehentlich mit einem vertippten neuen Passwort zu verschlüsseln.

Wenn noch kein Grundpasswort eingerichtet ist:

- Cryptext bietet beim Programmstart einen geschützten Zwei-Feld-Dialog an.
- Das neue Passwort muss zweimal identisch eingegeben werden.
- Wird die Einrichtung abgebrochen, kann Cryptext weiterhin zum Entschlüsseln verwendet werden.
- Vor einer späteren Verschlüsselung wird die Einrichtung erneut verlangt.

Bei späteren Verschlüsselungen:

- Das eingegebene Passwort wird zuerst gegen den lokalen Grundpasswort-Verifikator geprüft.
- Nur bei Übereinstimmung beginnt die Verschlüsselung.
- Bei falschem Passwort wird keine Tempdatei erzeugt und keine Benutzerdatei verändert.

Entschlüsselungen akzeptieren weiterhin beliebige Passwörter. Das ist erforderlich, weil Dateien mit einem früheren Grundpasswort, auf einem anderen Rechner, mit einer anderen Installation oder mit Cryptext 3.x/3.4 erzeugt worden sein können.

"Passwort ändern..." verwendet einen eigenen Drei-Feld-Dialog:

  Altes Passwort
  Neues Passwort
  Neues Passwort wiederholen

Die Änderung gilt für zukünftige Verschlüsselungen. Bereits vorhandene .$#!-Dateien werden nicht umgeschlüsselt und benötigen weiterhin das Passwort, mit dem sie ursprünglich verschlüsselt wurden.

Der lokale Grundpasswort-Verifikator speichert das Grundpasswort nicht im Klartext. Er verwendet zufälliges Salt-/Verifier-Material und Current-User-Schutzmechanismen. Der Verifikator ist eine lokale Bedien- und Sicherheitsprüfung und ändert CT64FILE V1 nicht.


TRANSAKTIONSSICHERE DATEIVERARBEITUNG
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Cryptext x64 versucht, eine fertige Datei erst dann zu übernehmen, wenn die komplette Operation erfolgreich abgeschlossen wurde.

Beim Verschlüsseln wird zunächst eine versteckte temporäre Datei neben der Quelldatei erzeugt. Danach folgen unter anderem:

- vollständiges Schreiben der verschlüsselten Daten
- FlushFileBuffers / Disk-Sync
- erneutes Öffnen bzw. Lesen der geschriebenen Daten
- erneute Schlüsselableitung
- GCM-Authentifizierung aller Records
- byteweiser Vergleich mit der noch unveränderten Quelle
- erst danach der endgültige Rename/Commit
- Wiederherstellung unterstützter Zeitstempel und Attribute
- optionales Löschen der Quelldatei erst nach erfolgreichem Commit

Beim modernen Entschlüsseln werden die Metadaten authentifiziert, bevor eine Klartext-Arbeitsdatei angelegt wird. Nach dem Schreiben erfolgt ein zweiter vollständiger GCM-Verifikationsdurchlauf. Eine falsche Passphrase, eine beschädigte Datei oder ein ungültiger GCM-Tag darf nicht als erfolgreich entschlüsselte Zieldatei übernommen werden.

Cryptext überschreibt vorhandene Zieldateien nicht stillschweigend.


ORDNER, BATCHES UND DRAG & DROP
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Ordner werden nicht als Container verschlüsselt. Cryptext durchläuft die Ordnerstruktur rekursiv und verarbeitet jede enthaltene Datei als eigene sichere Transaktion.

Wichtige Regeln:

- Unterordner werden rekursiv verarbeitet.
- Reparse Points, Junctions und symbolische Links werden bewusst nicht verfolgt.
- Die Ordnerstruktur selbst bleibt bestehen.
- Fehler einer Datei rollen bereits erfolgreich verarbeitete Dateien nicht zurück.
- Große rekursive Dateilisten werden dynamisch verwaltet; auch Ordner mit mehreren tausend Dateien sind nicht auf den früheren statischen Listenpuffer beschränkt.

Explorer-Kontextmenü für Ordner:

- Verschlüsseln: normale Dateien verarbeiten, vorhandene .$#!-Dateien überspringen.
- Entschlüsseln: nur .$#!-Dateien verarbeiten.

Wenn eine Drag-&-Drop-Auswahl mindestens einen Ordner enthält, erscheint zunächst eine Modusauswahl:

  Verschlüsseln
  Entschlüsseln
  Automatisch
  Abbrechen

Diese Auswahl legt nur die Verarbeitungsart fest. Die eigentliche Verarbeitung startet weiterhin erst mit OK im Hauptfenster.


ALTE CRYPTEXT-3.x/3.4-DATEIEN
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Cryptext x64 0.11v und später enthalten einen getrennten Legacy-Decrypt-only-Pfad für originale Cryptext-3.x/3.4-Dateien.

Der alte Dateityp verwendet den historischen Cryptext-Mechanismus mit SHA-1 und RC4. Dieser Legacy-Pfad dient ausschließlich der Abwärtskompatibilität und Wiederherstellung alter Dateien.

Wichtig:

- Neue Verschlüsselungen verwenden immer CT64FILE V1 und AES-256-GCM.
- Cryptext x64 erzeugt keine neuen SHA-1/RC4-Dateien.
- Das alte Cryptext-3.x/3.4-Format besitzt keine moderne vollständige MAC/AEAD-Integritätsprüfung über den gesamten Dateibody.
- Die Unterstützung alter Dateien macht deren historischen Kryptografieaufbau nicht nachträglich moderner.

Die Legacy-Kompatibilität wurde mit echten Cryptext-3.4-Dateien verschiedener Größen getestet. In 0.11v fix2 wurde zusätzlich die historische SHA-1-Wortreihenfolge des Originalprogramms korrekt nachgebildet.


PASSWORTEINGABE UND VIRTUELLE TASTATUR
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Cryptext x64 besitzt einen eigenen geschützten SecureInput-Puffer. Das sichtbare Windows-Passwortfeld dient im vorgesehenen Ablauf nur als Bullet-Anzeige.

Die virtuelle Tastatur:

- arbeitet ohne SendInput, keybd_event oder synthetische WM_KEYDOWN/WM_CHAR-Ereignisse
- kann ihre Zeichenpositionen auf Wunsch mit BCryptGenRandom neu mischen
- verwendet in der deutschen Oberfläche QWERTZ und in der englischen Oberfläche QWERTY
- unterstützt Umschalt/Shift
- blendet bei sensiblen Klicks Zeichenbeschriftungen und Mauszeiger kurz aus
- verwendet WDA_EXCLUDEFROMCAPTURE best effort; ein Fehlschlag blockiert Cryptext nicht
- wird im NC-Skin-Modus an der sichtbaren linken Kante des Hauptfensters ausgerichtet; dev28 fix3 enthält dafür die abschließende 2-Pixel-Feinjustierung und berücksichtigt unsichtbare Fensterrahmen am Monitorrand


HAUPTFENSTER, NC-SKIN UND NOTFALLMODUS
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Seit 0.11y dev27 besitzt Cryptext eine eigene kompakte, 20 Pixel hohe Titelleiste. Sie enthält das NC-Logo, den Anheften-Schalter sowie die Schaltflächen zum Minimieren und Schließen. Das Fenster kann an der Titelleiste gezogen werden; ein Rechtsklick öffnet das Systemmenü. Ein Doppelklick auf das NC-Logo wechselt das Farbschema.

Für den Notfall gibt es einen bewusst einfach gehaltenen Registry-Schalter:

  Schlüssel: HKCU\Software\Cryptext64
  Wert:      NoSkin (REG_DWORD)

Cryptext legt den Wert automatisch mit 0 an, falls er fehlt oder ungültig ist. Der Wert 0 beziehungsweise jeder Wert außer 1 aktiviert den NC-Skin. Der Wert 1 startet Cryptext beim nächsten Programmstart mit der klassischen nativen Windows-Titelleiste und der ursprünglichen Fenstergeometrie.

In 0.11y dev28 fix2 wurde die Positionierung der virtuellen Tastatur und des Dialogs "Passwort ändern" am Monitorrand auf sichtbare Fensterkanten umgestellt. dev28 fix3 verschiebt ausschließlich die virtuelle Tastatur gegenüber fix2 noch um 2 Pixel nach rechts; der Passwortdialog und das NoSkin-Verhalten bleiben unverändert.


PASSWORT BIS ZUR WINDOWS-ABMELDUNG MERKEN / SYSTEM-TRAY
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Cryptext bietet zwei Speicheroptionen:

  Nicht im Speicher behalten
  Bis zur Windows-Abmeldung merken

Wird die zweite Option verwendet und ein gültiges Grundpasswort liegt im Session-Puffer, kann Cryptext das Passwort für spätere Vorgänge derselben Windows-Sitzung im Arbeitsspeicher behalten.

Dabei gilt:

- Das Passwort wird für diese Funktion nicht als Klartext und auch kein direkt zur Dateientschlüsselung verwendbarer Passwort-Hash dauerhaft in der Registry gespeichert.
- X/Alt+F4 blendet Cryptext in diesem Zustand in den System-Tray aus, statt die laufende Instanz zu beenden.
- Doppelklick auf das Tray-Icon öffnet das vorhandene Hauptfenster wieder.
- "Passwort aus Speicher löschen" wischt das gemerkte Passwort sofort und deaktiviert einen eventuell aktiven Explorer-Schnellmodus.
- "Nicht im Speicher behalten" löscht den Session-Puffer ebenfalls unmittelbar.
- Bei normaler Windows-Abmeldung/Neustart endet die laufende Cryptext-Instanz; das Session-Passwort steht danach nicht mehr zur Verfügung.
- Nach einem Explorer-Neustart meldet Cryptext sein Tray-Icon automatisch erneut an.

Der lange Sicherheitshinweis zu dieser Option wird direkt als Tooltip angezeigt, wenn die Maus über "Bis zur Windows-Abmeldung merken" steht.

Sicherheitsgrenze: Ein im RAM gehaltenes Passwort kann bei einem bereits kompromittierten System nicht vor Prozessen mit ausreichenden Rechten garantiert verborgen werden. Speicherinhalte können außerdem unter bestimmten Umständen in Auslagerungsdatei, Ruhezustand oder Speicherabbilder gelangen. Die Funktion sollte deshalb nur auf einem vertrauenswürdigen Windows-System und Benutzerkonto verwendet werden.


SINGLE INSTANCE UND AUFTRAGSÜBERGABE
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Pro interaktiver Windows-Sitzung läuft maximal eine normale Cryptext64.exe.

Ein später gestarteter Cryptext-Prozess übergibt an die bereits laufende Instanz nur:

- Operationsmodus
- Keep/Delete-Source-Einstellung
- Dateisystempfade

Passwort, Passwort-Hash, Vault-Geheimnisse und Dateischlüssel werden nicht zwischen Prozessen übertragen.

Während eines bereits laufenden bzw. vorbereiteten Auftrags kann genau ein weiterer, wirklich anderer Auftrag separat warten. Identische doppelte Explorer-Aufträge werden im aktuellen Entwicklungsstand unterdrückt, damit dieselbe Datei nicht unmittelbar ein zweites Mal als Pending-Auftrag verarbeitet wird.


LOKALER PASSWORT-TRESOR
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Cryptext x64 enthält einen optionalen lokalen Passwort-Tresor für das lange Cryptext-Passwort.

Der Tresor verwendet unter anderem:

- Current-User DPAPI
- PBKDF2-HMAC-SHA-256
- AES-256-GCM
- zufälligen VaultKey
- zwei A/B-Registry-Slots mit Generationen und vollständiger kryptografischer Prüfung
- 4- bis 6-stellige PIN
- eigenes PIN-Dialogfeld
- optionales randomisiertes Bildschirm-Ziffernfeld
- best-effort VirtualLock für den privaten Vault-Arbeitsbereich

Der Tresor kann das dort gespeicherte Passwort nach erfolgreicher PIN-Authentifizierung wieder in den geschützten SecureInput-Puffer laden.

Wichtig im aktuellen 0.11y-Entwicklungsstand: "Passwort ändern..." ändert das Cryptext-Grundpasswort für zukünftige Verschlüsselungen. Ein bereits eingerichteter lokaler Tresor wird dabei nicht automatisch aktualisiert und kann weiterhin das zuvor gespeicherte Passwort enthalten. Bereits vorhandene .$#!-Dateien werden durch eine Grundpasswortänderung ebenfalls nicht verändert.


EXPLORER-INTEGRATION
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Cryptext64Shell.dll ist eine kleine native x64-Shell-Erweiterung.

Sie übernimmt nur die im Explorer ausgewählten Datei-/Ordnerpfade und startet bzw. aktiviert die vorhandene Cryptext64.exe-Verarbeitung.

Im Explorer-Prozess befinden sich dabei keine:

- Passwörter
- PBKDF2-Dateischlüssel
- AES-GCM-Dateischlüssel
- Vault-Sitzungsdaten

Kontextmenü:

- normale Dateien: Verschlüsseln
- .$#!-Dateien: Entschlüsseln
- gemischte Auswahl: Cryptext / automatische Verarbeitung
- Ordner: Verschlüsseln oder Entschlüsseln

Die Dateiendung .$#! bleibt sichtbar.

Ein Doppelklick auf eine .$#!-Datei startet bzw. aktiviert Cryptext im Entschlüsselungsmodus.

Ohne Explorer-Schnellmodus beginnt die eigentliche Dateioperation weiterhin erst nach der sichtbaren Bestätigung mit OK im Cryptext-Hauptfenster.

Unter Windows 11 kann die klassische IContextMenu-Erweiterung unter "Weitere Optionen anzeigen" / "Show more options" erscheinen.


EXPLORER-SCHNELLMODUS
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Im Tray-Menü kann optional "Explorer-Schnellmodus (ohne Rückfrage)" aktiviert werden.

Voraussetzungen und Grenzen:

- Ein gültiges Grundpasswort muss für die aktuelle Windows-Sitzung im Cryptext-Prozess gespeichert sein.
- Cryptext muss im Tray weiterlaufen.
- Der Schnellmodus gilt nur für eindeutige Verschlüsseln-/Entschlüsseln-Aufträge der Cryptext-Explorer-Erweiterung.
- Drag & Drop, AUTO-Aufträge und normale Kommandozeilenaufrufe verwenden weiterhin den sichtbaren Bestätigungsablauf.
- Der Schnellmodus selbst wird nicht dauerhaft gespeichert und ist nach Cryptext-/Windows-Neustart wieder aus.
- Beim Löschen des Session-Passworts wird er sofort deaktiviert.

Beim allerersten Aktivieren erscheint ein ausführlicher Sicherheitsdialog. Der Aktivieren-Button ist zunächst gesperrt und wird erst bedienbar, nachdem der Benutzer eine Checkbox gesetzt hat, mit der er bestätigt, den Hinweis gelesen und verstanden zu haben. Gespeichert wird nur, dass dieser Warnhinweis bereits bestätigt wurde.

Beim Entschlüsseln wird das im Session-Puffer befindliche Passwort verwendet. Passt es nicht zur Datei, wird diese nicht still erfolgreich entschlüsselt; Cryptext wird sichtbar und wechselt in den normalen Passwort-/Fehlerablauf.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Der Schnellmodus entfernt bewusst die zusätzliche Bestätigung im Hauptfenster. Ein anderes Programm, das unter demselben Windows-Benutzerkonto läuft, könnte grundsätzlich versuchen, Cryptext-Aufträge auszulösen. Wer den Schnellmodus aktiviert, akzeptiert dieses zusätzliche Komfort-/Sicherheitsrisiko ausdrücklich. Das Passwort selbst wird dabei trotzdem nicht an den auslösenden Prozess übertragen.


SPRACHE UND OBERFLÄCHE
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Cryptext x64 kann zwischen Deutsch und Englisch umgeschaltet werden.

Weitere Funktionen:

- Drag & Drop von Dateien und Ordnern
- gemischte Verschlüsselungs-/Entschlüsselungs-Batches
- Fortschrittsfenster "Datei x von y"
- Geschwindigkeit, Dateigröße und ungefähre Restzeit bei längeren Vorgängen
- sichtbare Disk-Sync-Phase
- kooperativer Abbruch bis zur sicheren Finalisierungsgrenze
- Always on Top über das native Fenstersystemmenü
- Explorer-Dateisymbole
- nativer About-Dialog
- versteckter vierstufiger Dateisymbol-Umschalter im About-Dialog:
    klassischer Schlüssel
    AES v2
    AES v3
    BeOS v4
- optionale RAM-Minianzeige mit Shift+Info:
    RAM: <PrivateUsage> / <WorkingSetSize> MiB
  Die Anzeige ist standardmäßig verborgen, aktualisiert sichtbar einmal pro Sekunde und wird nicht dauerhaft gespeichert.


INSTALLATION AUS DIESEM QUELLPAKET
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Voraussetzung:

FASM 1.73.35 bzw. eine kompatible FASM-Installation wird im aktuellen Build-Skript unter folgendem Pfad erwartet:

  C:\fasm\FASM.EXE
  C:\fasm\INCLUDE

1. Das komplette Cryptext-x64-Paket in einen normalen Ordner entpacken.

2. "build.bat" starten.

Bei erfolgreichem Build werden erzeugt:

  bin\Cryptext64.exe
  bin\Cryptext64Shell.dll

3. Für die Explorer-Integration anschließend starten:

  install_shell_user.cmd

Die Installation erfolgt pro Benutzer über HKCU und benötigt nach dem derzeitigen Installer-Konzept keine Administratorrechte.

Installiert wird nach:

  %LOCALAPPDATA%\Cryptext64

Die Installation registriert:

- Cryptext64Shell.dll als x64-Kontextmenü-Erweiterung
- den Dateityp .$#!
- das Explorer-Dateisymbol
- den Doppelklick-Entschlüsselungsbefehl
- die Cryptext-Kontextmenübefehle für Dateien und Ordner

Bei einer Erstinstallation wird Explorer nicht unnötig beendet oder neu gestartet.

Bei einem Update kann der Installer Explorer kurz beenden und anschließend wieder starten, damit eine bereits geladene ältere Cryptext64Shell.dll freigegeben und ersetzt werden kann.

Ordnernamen mit Klammern werden vom aktuellen Installer unterstützt.


NUTZUNG OHNE EXPLORER-INTEGRATION
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Nach einem erfolgreichen Build kann Cryptext64.exe auch direkt gestartet werden. Die Explorer-Shell-Erweiterung ist nur für die Explorer-Kontextmenüs und Dateizuordnung erforderlich.


KOMMANDOZEILE
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Beispiele:

  Cryptext64.exe --encrypt "D:\Test\a.bin" "E:\Andere\b.mkv"

  Cryptext64.exe --decrypt "D:\Test\a.bin.$#!"

  Cryptext64.exe --auto "D:\Test\plain.txt" "E:\Andere\secret.$#!"

Optionale Quellbehandlung:

  --keep-original
  --delete-source

Normale Kommandozeilenaufrufe starten die Kryptografie nicht automatisch. Die Pfade werden zunächst nur an die aktive Cryptext-Instanz übergeben bzw. dort bereitgestellt. Der sichtbare Passwort-/Bestätigungsablauf bleibt bestehen.

Mit "--auto" entscheidet die .$#!-Endung pro Datei zwischen moderner/Legacy-Entschlüsselung und Verschlüsselung.


DEINSTALLATION
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Zum Entfernen der Explorer-Registrierung:

  uninstall_shell_user.cmd

Danach Explorer neu starten bzw. ab- und wieder anmelden, damit eine geladene Shell-DLL freigegeben wird.

Das Deinstallationsskript löscht den installierten Programmordner bewusst nicht automatisch. Nach dem Explorer-Neustart kann dieser Ordner manuell entfernt werden:

  %LOCALAPPDATA%\Cryptext64


KEIN "SECURE ERASE"-VERSPRECHEN
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Cryptext x64 verspricht keine sichere physische Sektorüberschreibung.

Nicht mehr benötigte Original- und Arbeitsdateien werden über die normalen Windows-Dateisystemfunktionen gelöscht. Eine Anwendung kann nicht garantieren, dass sämtliche historischen Klartextkopien oder Datenreste physisch verschwunden sind.

Mögliche weitere Kopien oder Reste können unter anderem entstehen durch:

- SSD-Wear-Leveling
- Dateisystem- und Storage-Caches
- Volume Shadow Copy / VSS
- Backups
- Cloud-Synchronisation und Versionshistorien
- Snapshots
- Copy-on-Write-Systeme
- andere System- oder Speichermechanismen

Für Schutz eines ausgeschalteten Datenträgers ist eine vollständige Laufwerksverschlüsselung eine zusätzliche, sinnvolle Schutzschicht.


SICHERHEITSHINWEIS
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Kein Verschlüsselungsprogramm kann schwache Passwörter "stark" machen.

Für wichtige Dateien sollte ein langes, einzigartiges und schwer zu erratendes Passwort verwendet werden. Das Passwort muss zuverlässig aufbewahrt werden. Ohne korrektes Passwort gibt es bei modernen CT64FILE-V1-Dateien keinen vorgesehenen Wiederherstellungsweg.

Das Merken bis zur Windows-Abmeldung und insbesondere der Explorer-Schnellmodus sind bewusste Komfortfunktionen mit zusätzlichen Risiken. Die zugehörigen Hinweise sollten vollständig gelesen werden, bevor diese Funktionen verwendet werden.


ROADMAP
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Folgende Punkte sind für spätere Schritte vorgesehen bzw. werden weiter geprüft:

- differenzierter Batch-Abbruch: nur aktuelle Datei überspringen / gesamten Auftrag abbrechen / weiter verarbeiten
- Free-Space-Precheck vor größeren Dateioperationen
- sicherer Fallback über %TEMP%, wenn eine Arbeitsdatei nicht sinnvoll neben der Quelldatei angelegt werden kann
- späterer Umgang mit NTFS Alternate Data Streams (ADS), inklusive klarer Benutzerentscheidung und Batch-Option "für alle anwenden"
- eigenständiger Recovery Decryptor für langfristige Wiederherstellbarkeit
- weitere Absicherung temporärer Klartext-Arbeitsdateien
- persistentes PIN-Anti-Hammering für den lokalen Tresor
- separate "Cryptext x64 Argon2id Extra Edition" mit speicherharter Argon2id-KDF; bestehende PBKDF2-Dateien sollen weiterhin lesbar bleiben

Diese Roadmap ist keine Garantie für einen bestimmten Veröffentlichungstermin oder unveränderte technische Umsetzung.


LIZENZ
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Der Quelltext wird unter der dem Paket beiliegenden "Source Code Inspection License" bereitgestellt.

Bitte die Datei LICENSE.txt bzw. die mitgelieferte Lizenzfassung vollständig lesen, bevor Quelltext kompiliert, verändert oder anderweitig verwendet wird.

Die Lizenz erlaubt insbesondere persönliche Einsicht, Sicherheitsprüfung, Studium und private Kompilierung zu Test- und Prüfzwecken. Eine Weitergabe, Veröffentlichung, Verteilung abgeleiteter Builds oder Übernahme in andere verbreitete Projekte ist ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers nicht gestattet.

Bei unbeabsichtigten Abweichungen zwischen der deutschen und englischen Lizenzfassung ist nach der aktuellen Lizenz die deutsche Fassung maßgeblich.


AKTUELLER STAND
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Aktueller README-/Entwicklungsstand:

  Cryptext x64 0.11y dev28 fix3

0.11y dev28 fix3 baut auf dem Funktionsstand von dev19 auf und umfasst die Speicher-, Fortschritts- und PE-Strukturoptimierungen aus dev20 bis dev26, den NC-Skin aus dev27 sowie den automatisch angelegten NoSkin-Notfallschalter und die korrigierte Fensterpositionierung aus dev28. Die abschließende 2-Pixel-Feinjustierung der virtuellen Tastatur sowie die empfohlenen Tests und der Sichttest wurden am 20.09.2026 bestätigt. CT64FILE V1, moderne Dateikryptografie und der bestätigte Legacy-Cryptext-3.x/3.4-Decrypt-only-Algorithmus bleiben unverändert.

Das ausführliche Entwicklungsprotokoll befindet sich in:

  CHANGELOG-DE.txt
